Zum Inhalt springen

Geschichte & Chronik

Von der Gründung eines kleinen Weilers auf dem Schwäbischen Wald bis zur heutigen Dorfgemeinschaft.

150–260 n. Chr.

Römerstraße durch die Gemarkung

Durch die spätere Gemarkung Eselshalden führte eine Römerstraße vom Remstal zum Obergermanischen Limes und zu den Kastellen Welzheim. Der Limes-Abschnitt bei Welzheim gehört seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Quelle: Informationstafel Eselshalden

1726

Gründung von Eselshalden

Besiedlung im Gewann Eselshalden und Renzenbuhl auf herrschaftlichem Forst mit Fron- und Steuerfreiheit. H. J. Baumgartner und C. Bez aus Miedelsbach und Steinenberg waren die ersten Siedler. Bauern, Handwerker, Taglöhner, Fuhrbetrieb, Sandbruch und vier Gastwirtschaften siedelten sich bald an. Kirche, Schule und Friedhof lagen in Steinenberg; gemeindlich gehörte Eselshalden zum Stab Urbach – Oberamt Schorndorf.

Quellen: Informationstafel Eselshalden, Wikipedia, Oberamtsbeschreibung

1726

Großbrand in Welzheim

Am 5. September 1726 zerstört ein verheerender Brand die gesamte Stadt Welzheim. Die Kirche brennt bis auf die Grundmauern nieder, das Rathaus wird erst 1731 wiederaufgebaut. Ob und wie sich der Brand auf das nahegelegene Eselshalden auswirkte, ist nicht überliefert.

Quelle: Wikipedia EN — Welzheim

1806

Württemberg wird Königreich

Bei der Neugliederung des neuen Königreichs Württemberg kommt Eselshalden zum Stab Rienharz im Oberamt Lorch.

Quelle: Informationstafel Eselshalden

Um 1845

Oberamtsbeschreibung Welzheim

Die Beschreibung des Oberamts Welzheim dokumentiert den Ort als „Weiler mit 92 evangelischen Einwohnern" an der Straße von Welzheim nach Schorndorf. Landwirtschaft ist die einzige Erwerbsquelle. Im Gemeindebezirk Pfahlbronn gibt es 3 Mahl-, 4 Öl- und 11 Sägmühlen sowie etwas Pottasche-Sieden. Der Viehstand ist „fast nach allen Klassen der größte". Allerdings wird auch bemerkt, dass Eselshalden durch Güterzerstücklung „zurückgekommen" sei.

Bodenpreise der Zeit: ein Morgen Acker zu 60 Gulden, Wiese zu 80 Gulden, Garten zu 100 Gulden, Wald zu 50 Gulden. Die Ernte erreichte höchstens das Vierfache der Aussaat.

Quelle: Wikisource — Oberamtsbeschreibung Welzheim, Kap. B 7

1854

Eingemeindung nach Pfahlbronn

Rechtsanwalt F. Oesterle aus Eselshalden wird Schultheiß von Pfahlbronn. Damit kommen Eselshalden, Taubenhof, Langenberg und Vorderhundsberg zur Gemeinde Pfahlbronn im Oberamt Lorch — später Oberamt Welzheim.

Quelle: Informationstafel Eselshalden

1938

Kreisreform

Das Oberamt Welzheim wird aufgelöst. Eselshalden kommt als Teil der Gemeinde Pfahlbronn zum Landkreis Schwäbisch Gmünd.

Quelle: GenWiki — Pfahlbronn

1969

Umgliederung nach Welzheim

Am 1. Januar 1969 werden Eselshalden, Langenberg, Taubenhof und Vorderhundsberg als Teil der Gemeinde Pfahlbronn vom Landkreis Schwäbisch Gmünd nach Welzheim im Landkreis Waiblingen umgegliedert. Die Orte bildeten zuvor Exklaven des Landkreises Schwäbisch Gmünd.

Quelle: Wikipedia — Welzheim

1973

Rems-Murr-Kreis

Durch die Kreisreform in Baden-Württemberg kommt Welzheim — und damit Eselshalden — zum neu gebildeten Rems-Murr-Kreis.

1979

Naturpark gegründet

Der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald wird als zweiter Naturpark in Baden-Württemberg gegründet. Er umfasst 1.270 km² und schließt den Welzheimer Wald — und damit die Umgebung von Eselshalden — ein.

1985

Dorfplatz mit Brunnen

Die Dorfplatzanlage mit Brunnen wird angelegt und prägt bis heute das Ortsbild von Eselshalden. Höhenlage: 496,37 m ü. NN.

Quelle: Informationstafel Eselshalden

Heute

Eselshalden im 21. Jahrhundert

Eselshalden zählt rund 120–150 Einwohner in etwa drei Dutzend Häusern. Der Ort ist offiziell als Stadtteil von Welzheim geführt (Welzheim-Eselshalden, PLZ 73642). Es gibt einen Dorfbrunnen, ein Gasthaus und ist umgeben von Wald und Natur.

2026

300 Jahre Eselshalden

2026 jährt sich die Gründung von Eselshalden zum 300. Mal. → Zur Jubiläumsseite

Die abgegangene Siedlung Krähenhof

Südwestlich von Eselshalden lag auf dem Krähenberg die Siedlung Krähenhof — um 1845 noch als „Hof mit 14 evangelischen Einwohnern auf einem waldigen Hügel" beschrieben. Heute ist der Krähenhof eine Wüstung.

Quelle: Oberamtsbeschreibung

Mehr historische Quellen — Kirchenbücher, Karten und Archivalien — findest du im Archiv & Quellen.